IMAP-Zugangsdaten der gängigen Anbieter
Server, Port und die richtige Anmeldeart für gängige Anbieter — und was zu tun ist, wenn eine Verbindung nicht zustande kommt.
Serverdaten auf einen Blick
MailTransfer setzt diese Werte im Assistenten automatisch, sobald Sie einen Anbieter auswählen. Diese Übersicht hilft, wenn Sie es lieber selbst nachprüfen möchten.
IONOS
imap.ionos.de
Port 993 · SSL/TLS
Strato
imap.strato.de
Port 993 · SSL/TLS
All-Inkl
{domain}
Port 993 · SSL/TLS
Bei All-Inkl ist der Benutzername meist nicht die E-Mail-Adresse, sondern eine Kennung wie w01abcde.
Hetzner
mail.your-server.de
Port 993 · SSL/TLS
one.com
imap.one.com
Port 993 · SSL/TLS
Gmail
imap.gmail.com
Port 993 · SSL/TLS
Google verlangt ein App-Passwort (Konto → Sicherheit → App-Passwörter); dafür muss die Bestätigung in zwei Schritten aktiv sein. Der Ordner „Alle Nachrichten" wird ausgelassen, sonst käme jede Mail doppelt an.
Microsoft 365
outlook.office365.com
Port 993 · SSL/TLS
Microsoft benötigt ein App-Passwort. Zusätzlich muss IMAP im Tenant erlaubt sein — viele Organisationen haben es abgeschaltet. Fragen Sie im Zweifel Ihre Administration.
Plesk / cPanel
mail.{domain}
Port 993 · SSL/TLS
Anderer Anbieter
individuell, siehe Hinweis
Port 993 · SSL/TLS
Serveradresse und Port finden Sie in der Einrichtungsanleitung Ihres Anbieters oder in den Kontoeinstellungen Ihres E-Mail-Programms.
App-Passwort statt Kontopasswort
Google und Microsoft akzeptieren das normale Kontopasswort nicht mehr, sobald die Bestätigung in zwei Schritten aktiv ist. Ein App-Passwort ist ein separates Passwort nur für diesen Zweck — jederzeit widerrufbar, ohne dass sich Ihr Hauptpasswort ändert.
Google-Konto → Sicherheit → Bestätigung in zwei Schritten → App-Passwörter
Microsoft 365
Microsoft-Konto → Sicherheitseinstellungen → Erweiterte Sicherheitsoptionen → App-Kennwörter
Serverdaten selbst finden
Server und Port stehen meist schon in Ihrem bisherigen E-Mail-Programm: Öffnen Sie dort die Kontoeinstellungen des alten Postfachs und suchen Sie nach „Server für eingehende E-Mails" oder „IMAP". Alternativ hilft die Einrichtungsanleitung Ihres Anbieters weiter.
Zwei Muster kommen dabei am häufigsten vor:
imap.ihredomain.de mail.ihredomain.de
Weicht Ihr Anbieter davon ab, hilft in der Regel dessen eigene Hilfeseite weiter.
Häufige Fehlermeldungen
Diese Meldungen erscheinen beim Verbindungstest oder während der Übertragung. Die rechte Spalte zeigt, was jeweils zu tun ist.
| Meldung | Was tun |
|---|---|
| Benutzername oder Passwort wurde nicht akzeptiert. Bei Gmail und Microsoft 365 wird ein App-Passwort benötigt. | Prüfen Sie Benutzername und Passwort auf Tippfehler. Nutzen Sie bei Gmail oder Microsoft 365 ein App-Passwort anstelle des normalen Kontopassworts (siehe oben). |
| Der Mailserver war nicht erreichbar. Möglicherweise ist die Adresse oder der Port falsch. | Prüfen Sie Serveradresse und Port in den Kontoeinstellungen Ihres E-Mail-Programms oder in der Anleitung Ihres Anbieters. |
| Das Sicherheitszertifikat des Servers konnte nicht bestätigt werden. | Der Server verwendet vermutlich ein falsches, selbst signiertes oder abgelaufenes Zertifikat. Fragen Sie im Zweifel bei Ihrem Hosting-Anbieter nach der korrekten Serveradresse. |
| Der Server konnte im DNS nicht gefunden werden. Stimmt die Adresse? | Prüfen Sie die Schreibweise der Serveradresse — ein fehlendes oder falsches Zeichen genügt bereits, damit sie nicht gefunden wird. |
| Im Zielpostfach ist nicht genügend Speicherplatz vorhanden. | Schaffen Sie im Zielpostfach Speicherplatz frei oder wählen Sie beim Anbieter einen größeren Tarif, bevor Sie es erneut versuchen. |
| Der Anbieter begrenzt gerade die Anzahl gleichzeitiger Verbindungen. Bitte später erneut versuchen. | Warten Sie einige Minuten und starten Sie die Prüfung erneut — viele Anbieter drosseln IMAP-Zugriffe zeitweise, das ist kein Fehler auf unserer Seite. |
Ordner und Sonderfälle
Gmail-Labels sind keine echten IMAP-Ordner, und „Alle Nachrichten" enthält jede Nachricht ein zweites Mal. Der Ordner wird deshalb bewusst ausgelassen — sonst käme jede Mail doppelt im Zielpostfach an.
Microsoft drosselt IMAP-Zugriffe serverseitig, wenn viele Anfragen kurz hintereinander eintreffen (Throttling). Das verlangsamt die Übertragung, bricht sie aber nicht ab — MailTransfer wartet die Sperre einfach aus.
IMAP überträgt Ordnernamen in einer modifizierten UTF-7-Kodierung. MailTransfer wandelt das automatisch um; Umlaute und Sonderzeichen kommen im Zielpostfach unverändert an.
Das sind reine Strukturordner ohne eigene Nachrichten, vom Server als „\Noselect" markiert — etwa ein Wurzelordner, der nur zur Gliederung dient. Sie werden übersprungen, ihre Unterordner aber ganz normal übertragen.